
Hüftoperationen, chirurgische Eingriffe an den Schulter- und Kniegelenken sowie Gelenkspiegelungen sind heute in vielen Spitälern Alltag. Dabei geht leicht vergessen, dass die ersten chirurgischen Eingriffe am Bewegungsapparat kaum ein halbes Jahrhundert zurück liegen. Das und anderes Wissenswerte rund um die Entwicklung der Orthopädie findet sich im Sammelband von SWISS MED 1/2011, der an der Vernissage unter dem Patronat der Berit Klinik, Niederteufen, auf der Dachterrasse des St. Galler Rathauses präsentiert wurde.
Die Entwicklung der Chirurgie des Bewegungsapparates in den letzten 30 Jahren wird in der Zeitschriftenreihe SWISS MED, herausgegeben von Dr. Felix Wüst, mit Interviews und Textbeiträgen dokumentiert. Mit viel «Knochenarbeit» hat der Herausgeber jetzt diese Texte im Sammelband SWISS MED 1/2011 zusammengestellt und damit ein bleibendes Werk geschaffen mit dem Titel «Orthopädie, Traumatologie, Chirurgie, Arthroskopie, Sportmedizin, Interviews und Beiträge der Jahre 1979 bis 2010». An der Vernissage im Beisein von Exponenten der Orthopädie und zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft erinnerte Prof. Dr. med. André Gächter an die Entwicklung der Orthopädie am Kantonsspital St. Gallen und Direktor Peder Koch stellte die Berit Klinik vor, die sich auf Eingriffe am Bewegungsapparat spezialisiert hat.
Professor Dr. med. André Gächter
blickte an der Vernissage auf die
Entwicklung der Orthopädie am
Kantonsspital St. Gallen zurück.
Dr. Felix Wüst (links) und
Prof. Dr. med. André Gächter, unter deren
Patronat die Buchvernissage stand,
flankieren Peder Koch, Direktor
der Berit Klinik.
St. Gallen an vorderster Front dabei
Mit der Bedeutung St. Gallens in der Entwicklung der Orthopädie befasste sich Prof. Dr. med. André Gächter, der heute in der Berit Klinik operiert und zuvor zehn Jahre lang Chefarzt Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital gewesen ist. Er erinnerte daran, dass im Februar 1961 im Kantonsspital St. Gallen die erste Hüfttotalprothesenoperation durchgeführt wurde, welche dann einige Jahre später den Siegeszug angetreten hat. Massgeblich daran beteiligt war Dr. med. Maurice Edmond Müller, der als Pionier der orthopädischen Chirurgie gilt und bis zu seiner Berufung nach Bern von 1960 bis 1966 in St. Gallen operierte. In der Folge trugen auch die Professoren Dr. med. Bernhard G. Weber und Dr. med. Friedrich P. Magerl dazu bei, dass St. Gallen seine dominante Stellung im Bereich der Orthopädie halten konnte. Zahlreich sind auch jene Orthopäden, die in St. Gallen ausgebildet worden sind und heute Chefarztpositionen im In- und Ausland besetzen. Die Leistungen der Orthopädie in St. Gallen kommen aber vor allem auch den Patientinnen und Patienten zu Gute, sind diese doch oft die ersten, welche von epochalen Neuerungen profitieren können. Abschliessend gab Prof. Dr. med. André Gächter seiner Hoffnung Ausdruck, dass in St. Gallen auch in Zukunft eine mutige Politik Fortschritte ermögliche, damit die Orthopädie ihrem guten Ruf weiterhin gerecht werden könne.
Orthopädie an der Berit Klinik
«Die öffentlichen Spitäler und die zahlreichen Privatklinken in der Schweiz stehen in einem gesunden Konkurrenzverhältnis zueinander und Konkurrenz belebt und spornt zu Spitzenleistungen an.», sagte Peder Koch, Direktor der Berit Klinik in Niederteufen, die das Patronat über die Buchvernissage übernommen hat. Diesem Konkurrenzkampf sei auch seine Klinik unterworfen und darum sei man nicht nur Kompetenzzentrum für Eingriffe am Bewegungsapparat, sondern biete auch die nachgelagerte Rehabilitation unter dem gleichen Dach an. «Dieses System der integrierten Versorgung ist schweizweit einmalig, es bringt für die Patienten Vorteile und vereinfacht die Administration», betonte der Berit Direktor. Die Berit Klinik mit rund 40 Betten gehört seit 1989 zu einer sich im Privateigentum befindlichen Gruppe von etwa 50 Kliniken. In Niederteufen sind derzeit 35 Belegärzte und 80 Mitarbeitende aller Sparten tätig. Für die nähere und weitere Zukunft ist ein massiver Ausbau der Infrastruktur geplant, wobei der Fokus auf Eingriffe am Bewegungsapparat mit der nachgelagerten Rehabilitation ausgerichtet ist. «Wir sind und bleiben eine spezialisierte Klinik, deren Hauptaugenmerk auf das Erbringen von maximalen Qualitätsleistungen gerichtet ist» sagte Peder Koch. Dabei sei die Zahl der ausgeführten Eingriffe eine wesentliche Kennzahl, wenn es um die Qualität gehe. In der Berit Klinik wurden letztes Jahr 2600 operative Eingriffe vorgenommen.
Die Anmeldung in die Berit Klinik erfolgt über einen der aufgeführten Belegärzte oder direkt über die Berit Klinik.
Bei Fragen zum Eintrittsablauf steht Ihnen das Sekretariat der Berit Klinik gerne zur Verfügung.
Sie erreichen uns unter
+41 (0)71 335 06 26.
Adresse und Anfahrt
Berit Klinik