Stationäre RehabilitationSeite 1 von 62
Herzlich willkommen in der Berit Klinik
   

Stationäre Rehabilitation


Orthopädischer - Neurochirurgischer Rehabilitationsablauf

1. Befunderhebung
Die Patienten werden nach der ärztlichen Eintrittsuntersuchung durch einen Orthopäden ergänzend einer physiotherapeutischen Befunderhebung unterzogen. Die Testung beinhaltet je nach Krankheitsbild: Kraft / Ausdauer, Bewegung / Dehnung, Propriozeption und Gehverhalten. Messbare Grössen werden gemessen und in Kilogramm oder in Winkelgraden angegeben. Dazu setzen wir die neuesten computergesteuerten Hilfsmittel ein, Digimax und Medimaus.

2. Erarbeiten der Behandlungsziele
Mit dem Patienten werden die Ziel-Etappen (Wochenziele) erarbeitet und festgelegt. Darin sollen die Erwartungen des Patienten und der Therapeutin symbiotisch enthalten sein. Das mögliche Endziel, das auch mit dem Umfeld des Patienten weitgehend zu tun hat, kann hier besprochen werden z.B. wohnen im 3. Stock ohne Lift, das Erarbeiten von Bewegungsabläufen, gefolgt vom Konditionieren des Patienten in seinen Gebrauchsbewegungen.
Ein Endziel ist das gute Erreichen dieser Leistung.

3. Behandlungsmassnahmen
Auch diese werden mit dem Patienten besprochen und in Übereinstimmung ausgewählt. Bei zweimaliger Physiotherapie pro Tag verteilt auf Vormittag und Nachmittag ist die Vielseitigkeit der Therapie schon durch die vielfältigen Möglichkeiten des Hauses gegeben:
  • Gehbad zur Bewegungs- und Ausdauerförderung, Frühmobilisation und Gangschulung
  • Gymnastik ist eine befundgerechte Lagerungs- und Bewegungsbehandlung. Sie ist verbunden oder kann verbunden sein mit manuellen Hilfen und Geräten, wie Ball, Seil, MTT-Trainingsgerät aus Finnland, Fahrradergometer (herzfrequenzgesteuert). Beeinflusst wird damit die Atmung, die Stabilität, die Mobilität und Dehnbarkeit, die Kraft und Kraft-Ausdauer, die Haltung und der Gang. Speziell zu erwähnen ist unser persönlich auf die Patienten zugeschnittenes Heimprogramm, das sie instruiert in Wort und Bild zum Eigentraining benützen können. Dies wird je nach Erreichen des jeweiligen Zwischenziels angepasst und gesteigert. So wird der Patient mit einem dem Austrittszustand entsprechenden Übungsprogramm nach Hause entlassen.
  • Massage, das Setzen von Zug- und Druckreizen in den verschiedenen Gewebsschichten mit unterschiedlichen Techniken, die auch unterschiedlich kräftig sein können und ebenso unterschiedliche Wirkungen zeigen (lösen von Gewebsschichten, Förderung der Zirkulation und der Trophik, Tonisierung, Detonisierung und Relaxation).

    Wir unterscheiden:
  • Klassische Massage
  • Lymphdrainage fördert die Lymphrückführung durch die oberflächliche, leichte Kompression des Gewebes.
  • Triggerpunktbehandlung, es werden schmerzhafte Zonen in der Muskulatur behandelt und anschliessend diese Muskeln mittels Dehnungen entspannt.
  • Deep friktion ist die Querreibung auf schmerzhaften Muskelansätzen und geht ebenfalls mit anschliessenden Muskeldehnungen einher.
  • Bindegewebsmassage (Reflexzonentherapie) es werden Zugreize im Bindegewebe (bevorzugt am Rücken) gesetzt, um Einfluss auf die Inneren Organe nehmen zu können.
  • Unterwasserstrahl-Massage ist, wie der Name schon sagt, eine Massageform, die "unter Wasser" stattfindet. Im Bewegungsbad wird diese Form der Massage mittels eines Wasserstrahls auf den Körper gebracht.
  • Manualtherapie ist eine Mobilisationstechnik der Gelenke der Wirbelsäule und der Extremitäten. Dabei werden Bewegungseinschränkungen und Blockierungen mittels gezielter Gelenkstechniken wie Traktionen oder Gleiten in den betroffenen Gelenken behandelt. Zur Manualtherapie gehören aber auch spezielle Dehntechnik für die Weichteile des Körpers wie Muskeln, Gelenkkapseln und zum Teil von Bändern. Zur Beweglichkeitsverbesserung erhalten die Patienten ein gezieltes Übungsprogramm mit individuell abgestimmten Automobilisations- sowie Stretchingübungen für Zuhause.
  • Manuelle Trainingstherapie zum Kraft-/Ausdauertraining oder zur partiellen Bewegungshilfe durch umgelenktes Gewicht
  • Elektrotherapie (Nieder -, Mittel- und Hochfrequenzströme, Newbox) zur Muskelstimulation, Analgesie, Trophik Verbesserung und PEMF (Pulsierende Elektromagnetfeld Therapie) zur Förderung von Knochen- und Wundheilung.
  • Ultraschall zur Behandlung von Myogelosen und Ligamenten- bzw. Muskelansatzbeschwerden
  • Laser zur Narbenbehandlung

    4. Interdisziplinärer Rapport
    Während der Behandlung werden das Erreichte und die Wochenziele in einem wöchentlichen Rapport von Orthopäden, Pflegeleitung und Physiotherapie überprüft und angepasst.

    5. Austrittsbefund
    Erneut werden die beim Eintritt erhobenen Grössen getestet und verglichen.

    6. Austritt
    Beim Verlassen der Klinik wird die nachbehandelnde Stelle mit einem Austrittsbericht über den Verlauf und den Stand des Patienten informiert. Dieser Austrittsbericht beinhaltet:
  • Diagnose
  • Funktionelle Problemstellung
  • Ziele der Physiotherapie
  • Durchgeführte Therapien
  • Behandlungsverlauf
  • Beurteilung bzw. Vorschlag für ein weiteres Vorgehen

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